Bremerhaven 2010
40 Jahre Arbeitsgemeinschaft Polaphilatelie e.V.
Am Freitagabend, dem 23. April, trafen wir uns erstmals im Restaurant Lehrke. Eine erkleckliche Zahl Polarphilatelisten war dort mittlerweile anzutreffen. Auch der Vorstand des Bielefelder Polarpost Sammlervereins hatte sich mit weiblichem Anhang eingefunden. Wir hatten einen kleinen separaten Raum, der uns einen ungestörten Aufenthalt gewährleistete. Als besonderen Gast konnten wir Dr. Gernandt vom Alfred-Wegener-Institut begrüßen, der uns Rede und Antwort stand und wertvolle Tipps gab. Leider musste er uns schon nach etwas mehr als einer Stunde wieder verlassen. Da auch einige andere Arge-Mitglieder das Hotel gewählt hatten, war schon das Frühstück am Samstag Vormittag umrahmt von interessanten Sammlergesprächen. Aus den verschiedensten Gründen hatten die angesprochenen Polarpostsammler einen Gang durch das im November 2009 eröffnete Klimahaus nicht auf ihrem Programm. Lediglich Andreas Hoehne und Siegfried Nicklas gingen auf die Reise entlang des 8. Längengrades. Es stellte sich bald heraus, dass man in diesem neuen Museum gut und gerne einen ganzen Tag verbringen kann. Die vorgesehene Zeit von 3 Stunden reichte gerade bis zum Königin Maud Land in der Antarktis. Hier war es wirklich kalt und einsam aber insgesamt etwas enttäuschend. Einhellige Meinung von allen anwesenden Sammlern, die das Klimahaus besucht hatten war: Die Antarktis ist zu kurz gekommen! Im Restaurant Lehrke, unserem Anlaufpunkt, kam es schnell zu Gesprächen mit längere Zeit nicht gesehenen Sammlerkollegen. In der Zwischenzeit hatte sich auch unser Ehrenvorsitzender und Gründungsmitglied Gerhard Trögel samt Gattin im Versammlungslokal eingefunden. Er wurde herzlich begrüßt. Zunächst war der Bielefelder Polarpost Sammlerverein mit seiner JHV an der Reihe. Hier wurden schon einige anstehende polarphilatelistische Themenkomplexe der nächsten Zeit, die beide Vereinigungen betreffen, an- und ausdiskutiert.

Dr. Krause bei seinem Vortrag

Der offizielle Teil der JHV der Arge Polarphilatelie begann gegen 15.15 Uhr. Anschließend hielt Herr Dr. R. Krause vom Alfred-Wegener-Institut in Vertretung von Prof. Dr. Fütterer, der wegen der Sperrung des Luftraumes in Deutschland nicht rechtzeitig von einer Tagung in Grönland zurückkehren konnte, einen sehr interessanten Vortrag über Alfred Wegener. Danach folgten noch viele interessante Gespräche und ein ausgezeichnetes Abendessen. Am Sonntagvormittag fanden sich noch einige Sammler zum Tag der offenen Tür im und vor dem Institutsgebäude des Alfred-Wegener- Instituts an der Columbusstraße ein. Wie üblich gab es an verschiedenen Stationen viel zu sehen und zu erkunden. Allein die Gänge des Gebäudes mit den vielen historischen und modernen Fotos und Karten sind schon einen Besuch wert. Der eine oder andere durch den Namen bekannte Polarforscher konnte persönlich angesprochen und befragt werden. Informationsbroschüren, Plakate und Souvenirs des AWI waren kostenlos bzw. gegen Bezahlung erhältlich. Der Förderverein des Alfred-Weger-Instituts machte auf sich aufmerksam und Schüler sammelten mit einer Tombola Geld für eine bevorstehende Reise in die Polarregion. Insgesamt war es wieder eine gelungene Tagung, wenngleich die Zahl der Anwesenden die augenblickliche Lage in der Philatelie widerspiegelt. Diejenigen, die gekommen waren, werden es sicher nicht bereut haben, denn es gibt immer wieder etwas zu berichten und zu erkunden. Freuen wir uns schon jetzt auf die nächste Versammlung ! Leider war die "Grönland" nicht an ihrem Liegeplatz sondern zu einer Reparatur in einer Werft.
Der Sekt muss warten, vielleicht bis zum 50., wieder in Bremerhaven.